Pressemitteilung

„Die Brücke“ Wohnstätten gGmbH zahlt seinen Mitarbeitenden Corona-Durchhalte-Bonus

Die Corona-Pandemie verlangt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nun seit vier Monaten viel ab. So erschweren die eigenen, uns selbst auferlegten strengen Schutzmaßnahmen die tägliche Arbeit. Aber nicht nur die hohen Hygienestandards, sondern auch die allgegenwärtige Sorge vor der Einschleppung des Virus in unsere Wohnbereiche oder auch die zuweilen mühsame Überzeugungsarbeit für unsere Besuchsregeln gegenüber Angehörigen, fordern uns viel Kraft ab. Es ist nicht einfach, das Bedürfnis der Angehörigen nach flexiblen Besuchsmöglichkeiten oder gemeinsamem Urlaub und das Schutzinteresse aller Bewohner und Betreuer vernünftig gegeneinander abzuwägen und vertretbare Lösungen zu finden.

Aber die vergangenen Monate haben gezeigt: Die Maßnahmen, die wir zum Schutz unserer Bewohner und Bewohnerinnen ergreifen mussten und die uns allen nicht leichtgefallen sind, sind erforderlich und wirksam. Wir freuen uns, dass es bis heute gelungen ist, sämtliche Wohnbereiche unserer Wohnstätte für Menschen mit einer geistigen Behinderung vor einem Einschleppen des Virus zu schützen.

Als Ausdruck der Wertschätzung und Dankbarkeit für ihre herausragende Arbeit und quasi als Motivator für die Zukunft hat sich die Geschäftsleitung deshalb entschlossen, allen Mitarbeitenden im Bereich der Behindertenhilfe einen „Corona-Durchhalte-Bonus“ auszuzahlen.

Dabei handelt es sich nicht um die von Bund und Ländern finanzierte und medial breit verkündete staatliche Corona-Prämie. Diese bleibt nämlich den Pflegenden in Einrichtungen der Behindertenhilfe verwehrt. Die Geschäftsleitung bewertet diesen Zustand als zutiefst ungerecht. Denn die verrichteten Tätigkeiten sind mit denen der klassischen Altenpflege vergleichbar: So unterstützen sie unsere Bewohner und Bewohnerinnen in jeder Lebenslage und leisten unter anderem körpernahe Pflege. Damit sind sie mindestens in gleicher Weise herausgefordert. Denn neben der unmittelbaren Pflege und Unterstützung begleiten sie vor allem Menschen, die zur Risikogruppe gehören und weder die Bedrohungen durch das Corona-Virus noch die geforderten Hygieneregeln alleine bewältigen können.

Die Enttäuschung unserer Mitarbeitenden über diese Schlechterstellung können wir sehr gut nachvollziehen. Nicht zuletzt wollen wir hier als verantwortungsvoller Arbeitgeber gegensteuern und ein wenig Linderung verschaffen.

Der freiwillig und aus eigenen Mitteln gezahlte Corona-Durchhalte-Bonus soll auch einen Schwung in die Zukunft bringen. Denn bei aller Freude über das Erreichte müssen wir uns weiter vorsehen und dürfen keinesfalls angesichts erfolgter Lockerungen annehmen, die Gefahr sei vorüber. Momentan gibt es Anzeichen, dass wir uns am Beginn einer zweiten Infektionswelle befinden. Daher müssen wir Sorge tragen, dass die Schutzmaßnahmen weiterhin so konsequent wie bisher umgesetzt werden. Nur so können wir unsere Bewohner und uns selbst schützen. Der Corona-Durchhalte-Bonus soll dabei Rückenwind geben.

Großweitzschen, 05.08.2020

Lars Werner, Sebastian Lässig
Geschäftsführer

Die hiesige Presse hat berichtet:

Sächsiche Zeitung
Leipziger Volkszeitung